Grappa Grundlagen

27.05.2020 13:51

Bei welcher Temperatur trinkt man Grappa?

Wie bei guten Weinen ist es auch bei Grappa wichtig, die richtige Temperatur für den jeweiligen  Grappa zu wählen, denn es gibt nicht nur DEN EINEN Grappa. Grappa wird unterschieden nach Alter, Traube und eventuell beigefügten pflanzlichen Inhaltsstoffen, die Grappa ein besonderes Aroma verleihen. Man klassifiziert in „jung, aromatisch, verfeinert oder gereift-alt“. Junge Grappe lagern ausschließlich in Stahl- oder Glasbehältern, hier definiert sich „jung“ nicht über die Dauer der Lagerung. Gereifte Grappe hingegen lagern in Holzfässern mindestens 12 bis 18 Monate und Riserva oder Stravecchia hat eine Reife von mehr als 18 Monaten. Bei uns finden Sie beispielsweise Grappe der Jahrgänge 1999, 1982 oder älter.
Die ideale Temperatur liegt zwischen 10 bis 18°C. Als Faustregel gilt: Je jünger, desto kühler. Junger Grappa wird bei ca. 10°C serviert, während ältere Grappe bei 16-18°C serviert werden.

Welches Glas nutzt man für Grappa?

Neben der Temperatur ist auch das Glas für den Genuss entscheidend: Junge Grappe werden  aus den typischen Grappagläsern getrunken, die einer Tulpe ähneln. Das Glas verjüngt sich zur Öffnung hin und Duft und Aromen finden sich direkt unter der Nase wieder. Durch den langen Stiel dieser Gläser bleibt die Temperatur des Grappas konstant und wird nicht durch Körpertemperatur erwärmt.
Bei älteren Grappe eignen sich diese Gläser hingegen nicht. Ältere Grappa zeigen ihr Aroma am besten in Cognacgläsern.
Wir empfehlen unabhängig vom Alter des Grappas das entsprechende Glas zu einem Viertel zu füllen und ca. 15 Minuten zu warten, damit sich die Aromen voll entfalten können.

Wozu passt Grappa?

Traditionell wird Grappa nach dem Essen als Digestif getrunken. Bekannt sind aber auch der Caffè corretto (korrigierter Kaffee), bei dem Espresso mit einem Schluck Grappa verfeinert wird und der Caffè ammazza: Bei dieser Spezialität wird zunächst der Espresso pur getrunken, dann wird die leere Tasse mit etwas Grappa gefüllt und geschwenkt und im zweiten Schritt genießt man den Grappa. Italiener bezeichnen diesen Brauch als „Ausspülung“.
Grappa findet sich aber auch in Saucen, Konfitüren, Gelees oder Creme-Desserts wieder. Eine mit Grappa verfeinerte Sauce gibt mancher Pasta den besonderen Pfiff. Oder denken Sie an das bekannte Tiramisu: Jeder hat seine eigene Rezeptur: Veredeln Sie Ihr Rezept doch mal mit einem Schuss Grappa.

Ganz neu auf dem Markt und bei uns im Angebot: "Corretto" der Firma Marzadro - ein hervorragender Kaffeelikör auf Basis des bei Kennern geschätzten Grappa  Le Diciotto Lune. Genießen Sie diesen Likör klassisch nach dem Essen oder im Sommer gekühlt auf Eis.

Womit kann man Grappa mischen?

Grappa verleiht auch Cocktails und Longdrinks den besonderen Pfiff. Denken Sie nur an Grappa Tonic, Grappa Highball oder Grappa Fizz. Oder mischen Sie mit Prosecco! Vielleicht beginnen Sie aber auch mit dem typisch italienischen Cocktail Grappatto – eine tolle Mischung, die nur aus Grappa, Amaretto und Eiswürfeln besteht. Wir empfehlen hierfür einen Grappa Giovane und einen ausdrucksstarken Amaretto im Verhältnis 2:1. Beides in einen Shaker geben, ein paar Eiswürfel dazu – mehr brauchen Sie nicht.
Die Produkte finden Sie bei uns hier:

Grappa Giovane und Amaretto